Die Vergebung — Stalingrad

 

Ein Dokumentarfilm in Arbeit von Peter und Susanne Scheiner
Länge: 30 Minuten / 52 Minuten

Inhalt

Wolgograd bzw. das seinerzeitige Stalingrad 70 Jahre nach Kriegsende. Eine Gruppe deutscher Christen nimmt an den Feierlichkeiten "70 Jahre Kriegsende" in Wolgograd teil und bittet in Namen der Vorfahren um Vergebung. Ich und meine Frau, zwei jüdische Filmemacher aus Zürich (Nachkommen von Holocaustüberlebenden) begleiten die Gruppe. Der Film "Die Vergebung" wird eine sehr persönliche Reflexion dieser Reise.

Warum dieser Film

Die deutsche Öffentlichkeit hat die offizielle Reflexion Deutschlands anlässlich der Feierlichkeiten zum 70jährigen Jahrestag des Kriegsendes nur durch eine kurze Visite von Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen, am Vorabend wahrgenommen.
Es ist wenig bekannt, dass eine Gruppe deutscher Christen seit 20 Jahren am Thema Versöhnung arbeitet und an den Feierlichkeiten teilnahm. Dem russischen Fernsehen war dies trotz Embargo und trotz deutscher Schuld am Tod von 20 Millionen, einen ausführlichen Beitrag wert.
Mich als Filmemacher, hat der sehr persönliche, emotionale Umgang mit dem Thema Versöhnung/Vergebung von Michael Prinz zu Salm-Salm gepackt. Prinz Salm steht für mich stellvertretend für die Gruppe. Dabei kontrastierte seine ehrliche, aufrichtige Bemühung um Vergebung teilweise stark mit der sehr sachlichen Reaktion der Russen in Wolgograd und Volsky.

Aspekte

  1. Wir hören im Film nicht unbedingt Frieden, wir hören Sieg, wir sind konfrontiert mit der militärischen Stärke Russlands (anlässlich der Parade).
  2. Hunderttausend von Einwohnern Wolgograds, (1., 2., 3. und 4. Generation) gedenken ihrer umgebrachten Familienangehörigen. Sie versammeln sich freiwillig an Plätzen des Gedenkens (sie werden nicht wie in kommunistischen Zeiten gezwungen, sich zu versammeln).
  3. EU Embargo Originalton: "Wir haben 1943 in Stalingrad gesiegt, wir werden auch das Embargo überleben".
  4. Vergebung? Schön und gut, aber was uns interessiert: Wir haben gut ausgebildete Leute, eine gute Infrastruktur - lasst uns Geschäft machen.

Der Film ist ein Versuch, diese Stimmungen beider Seiten einzufangen und einen Beitrag zu einer differenzierten Information der Öffentlichkeit zu leisten.

Noch zu drehen